Bierlandschaft - beer

Deutsche Bierlandschaft

Die deutsche Bierlandschaft ist riesig  groß und sehr abwechslungsreich – vom Pils, dem nach wie vor beliebtesten Bierstil der Deutschen, über das Altbier in Düsseldorf und das Kölsch in Köln, die unterschiedlichen dunklen Biere in Franken und das Weißbier in Bayern bis zum fast blickdichten Schwarzbier, das in Sachsen der Renner und auch darüber hinaus sehr beliebt ist. Die deutschen Brauer haben es mit großem brautechnischem Können und Leidenschaft für ihren Beruf verstanden, aus den im Reinheitsgebot (23. April 1516) festgeschriebenen vier natürlichen Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe eine immer weiter wachsende Sorten- und Markenvielfalt zu schaffen. In Deutschland gibt es heute über 1.350 Braustätten, die zusammen mehr als 5.500 verschiedene Biere herstellen unter strenger Beachtung des Reinheitsgebots gibt es neben Export, Pils, Pale Ale, Porter, Hefeweizen, Zwickel, Kellerbier, Bock, Märzen, Bio-Pils, Leichtbier, Radler und Alkoholfreies.

 

Konsumertrends 2017

Der Bierkonsum ist trotz oder gerade wegen der teuer gesponsorten Fernsehwerbung seit den 90er Jahren in Deutschland um 30% gefallen. Deutschlands Großbrauereien (sogenannte Fernsehbiere Krombacher, Bitburger, Jever, Warsteiner, Beck's) werden ihre Bierkisten fast nur noch zum Billigpreis von ca. 10€ los und der Kunde kann zwischen den großen Marken eigentlich nicht mehr unterscheiden. Der Trend geht auch hier zu regionalen Produkten oder kleinen Brauereien zB Tegernseeer Hell oder Rothaus Tannenzäpfle.

Fränkische Bierlandschaft

Alkoholfreies Bier: weniger als 0,5 Gewichtsprozent Alkohol

Märzen: Auch Festbiere. Untergäriges Bier mit einem Stammwürzegehalt von mindestens 13 Prozent. Vollmundig, malzaromatisch, gering hopfenbitter. Farbe goldgelb bis etwas dunkler. Es wurde früher im März eingebraut und sollte den Sommer über halten.

Kellerbier: Unfiltriert, naturtrüb, untergärig, niedriger Kohlensäuregehalt (ungespundet). Stammwürzegehalt zwischen 12- 13 Prozent. Hopfenbetont, vollmundig, dunkle Farbe.

Lager: Alle untergärigen Biere sind Lagerbiere. Der Stammwürzegehalt liegt bei 11-12 Prozent, sie sind gering gehopft und leicht im Trunk. Auch Hell- oder Vollbier genannt.

Pils: Untergäriges Bier von hellgelber Farbe, leicht im Trunk. Es ist oft ausgeprägt hopfenbitter, häufig auch mit Hopfenaroma. Der Stammwürzegehalt von Pils liegt bei 11-12 Prozent.

Rauchbier: wird untergärig gebraut und hat als Lager einen Stammwürzegehalt von mindesten 11 Prozent, als Märzentyp bis 14 Prozent Stammwürze. Es ist meist vollmundig, raucharomatisch, niedrig gehopft und von dunkler Farbe. Das Grünmalz für diese Spezialität wird über dem Buchenholzfeuer direkt gedarrt, dabei nimmt es den typischen Rauchgeschmack an.

Starkbier: Das Bockbier muss mindestens 16 Prozent, Doppelbock mindestens 18 Prozent Stammwürze haben. Bockbiere sind vollmundig und malzaromatisch. Früher dienten sie als Fastenbiere und wurden meist in der kälteren Jahreszeit ausgeschenkt.

Weizen oder Weißbier: Obergärig aus Gersten- und Weizenmalz gebraut. Weizenbiere sind sehr spritzig durch ihren hohen Kohlesäuregehalt, malzaromatisch und schwach gehopft. Stammwürzegehalt zwischen 11,5- 13 Prozent.

über 90 Prozent der noch ca. 270 fränkische Brauereien sind familiengeführte kleine Privatbrauereien, mehr als die Hälfte davon liegen in Oberfranken. Hier gilt es also viele lokale Biere zu trinken. Besondere fränk. Spezialität ist Rauchbier.

weitere Infos zum Bierland Bayern gibt es hier.

weitere Infos zum Bierland Baden-Würtemberg gibt es hier.

Belgische Bierlandschaft

Die kreativen Brauer von Belgien erzeugen eine verwirrende Vielfalt von mehr als 500 Bieren, viele originelle und exclusive Biere von kleineren Brauereien – schliesslich werden sie nicht durch das deutsche (Bier-) Reinheitsgebot* gebremst: Oud-bruin, Saison, Lambik, Geuze, Abdijj-/Trappist-, Pils, Wit- und Spezialbiere. Die traditionelle Tafelbierkultur ist schon tot und im Aussterben sind Lambik und Geuze (noch 12 bzw. 3 Brauer) und die traditionellen Saisons. Die steigende Anzahl von produzierten Etikettenbieren dagegen verführt bedauernswerterweise zu einem uniformen Geschmack (Alkohol-starke Pilsbiere und dunkle, süss-schwere Biere).

 

Um 1900 gab es mehr als 3000 Brauereien, 1920 gab es nur noch 2000, und 1946 nur noch 755 Brauereien in Belgien. Heute gibt es noch um die ca. 150 Brauereien incl Microbrauereien die ca. 500 verschiedene Belgische Biere produzieren.

 

Der heutige belgische Biermarkt wird beherrscht durch zwei grosse internationale Braugruppen: Anheuser-Busch InBev, die grösste Brauereigruppe der Welt mit über 200 Mio hl, die mit der Fusion von Stella Artois und Jupiler (1988) die Brauereikonzentration in Belgien verschnellte und Alken-Maes, Mitglied im Heineken & Carlsberg Consortium mit über 100 Mio hl, neben 16 mittleren, 37 kleinen und 48 Kleinstbrauereien.

______________________________________________________________

 

*Deutsches Reinheitsgebot (23. April 1516) "zu Bier allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen"

 

Benutzerdefinierte Suche

 


Web
 

Events 2017

 

26 Aug - 2 Sep Theater an Zee, Zeelandia, Nazomerfestival, NL-Middelburg

 

1-3 Sep Brussels beerfestival

 

8-10 Sep Deep in the woods, domaine de Massembre, Heer-sur-Meuse, Belgium

 

19 Sep 19:00 JazzWood, Chartreuzenbos, Linden/Holsbeek/Leuven

(Lady Linn duo, Milkshake banana 2.0, Marithe van der Aa quartett)

 

-24 Sep Sortileges de l'eau, expo, Musee felicien Rops, Namen

 

Sep/Oct Essence of Thailand at Place Dumon, Stockel

 

29 Sep-1 Okt Les Jardins d'Aywiers

 

3. Okt Herbstwein Weingut Bäder, 55234 Wendelsheim